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Christa Wolf | ||||
Christa Wolf, März 2007 | ||||
| Allgemeine Information | ||||
| Geboren | 18. März1929 | |||
| Verstorben | 1. Dezember2011 | |||
| Land | ||||
| Arbeit | ||||
| aktive Jahre | 1961 – 2011 | |||
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Christa Wolf (Landsberg an der Warthe, 18. März1929 – Berlin, 1. Dezember2011) war ein DeutscheSchriftsteller aus dem ehemaligen DDR.
Lebenszyklus
Christa Wolf wurde im heutigen PolierenGorzow Wielkopolski ist; sie war die Tochter eines Kaufmanns. 1945 floh sie vor der russischen Armee nach Mecklenburg. 1949 ging sie zum Germanistikstudium Jena und Leipzig. Bereits nach dem Abitur wurde sie Mitglied der SED. Sie arbeitete zwischen 1953 und 1959 für die Deutscher Schriftstellerverband und dann an die Redaktion des Magazins Neue deutsche Literatur. Ihre erste Veröffentlichung 1961, Moskauer Novelle, ging weitgehend unbemerkt; dennoch wurde sie 1962 unabhängige Schriftstellerin. Sie heiratete Gerhard Wolf und veröffentlichte mit ihrem Mann eine Reihe von Drehbüchern und Anthologien, darunter Till Eulenspiegel. 1963 veröffentlichte sie ihre Geschichte Der geile Himmel. Dieses Werk löste in Ostdeutschland Kontroversen aus, weil es kritisch gegenüber der Wand und weil es um Themen wie Selbstmord ging, die es in der DDR offiziell nicht gab. Außerdem war es in einem für DDR-Verhältnisse untypischen Stil geschrieben, da es nicht chronologisch war. Wolf war in der Bundesrepublik als ungewöhnlich individualistischer Autor für die DDR bekannt.
Wolf nutzte die Entscheidungen der Zweite Bitterfelder Konferenz 1964, als die DDR-Regierung versuchsweise beschloss, der Literatur keine offiziellen Beschränkungen mehr aufzuerlegen (diese Freiheit wurde jedoch sehr schnell wieder aufgehoben). Wolf erhielt die Nationalpreis für Kunst und Literatur. Ihr Roman Nachtdenken über Christa T. kritisierte besonders das zwanghafte Klima der von oben nach unten auferlegten sozialistischer Realismus; die Hauptfigur weigert sich, sich in eine Gesellschaft zu integrieren, an die sie nicht glaubt. Der Roman wurde im Osten heftig kritisiert, im Westen jedoch begeistert aufgenommen. Kindheitsmuster ist ein weitgehend autobiographisches Werk; Wolf distanzierte sich deutlich von der SED, blieb aber bis 1990 Mitglied. Charakteristisch für Dissident Literatur in Ostdeutschland ist die Verwendung von antiken mythologischen Stoffen, die dann als dan Allegorie verwendet, um zeitgenössischen Missbrauch anzuprangern. Wolf hat das mit gemacht Kassandra, eine Erzählung, die auch das Problem der Feminist Literatur behandelt. 1978 erhielt Wolf den Bremer Literaturpreis und 1980 die 1980 Georg-Buchner-Preis.
Eine kuriose Geschichte von Christa Wolf ist Waschen bleibt. Dieses Werk wurde 1979 geschrieben und ist das Zeugnis einer Zeit, in der Wolf von den Stasia, eine Praxis, die in den 1970er und 1980er Jahren in Ostdeutschland nicht ungewöhnlich war. Das Werk erzählt freimütig von der weitreichenden Beschattung der Schriftstellerin und der Art, wie sie damit umzugehen versuchte und vergeblich nach dem Grund suchte. Erst 1990, als die DDR zusammenbrach, hatte sie den Mut, diese provokative Geschichte herauszubringen. Sie wurde auch dafür kritisiert, die SED erst gegen Ende der DDR verlassen zu haben; Wolf erhoffte sich einen alternativen Sozialismus und der rasche Zerfall ihres Landes nach dem Mauerfall brachte sie dazu, mit Problemen fertig zu werden. Auf dem Weg nach Tabou ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die ihre Suche nach einer neuen kulturellen Identität für Deutschland illustriert.
1990 wurde bekannt, dass Christa Wolf selbst zivile Informantin für die Stasia. Zwischen 1959 und 1962 arbeitete sie unter dem Pseudonym „IM Margarete“ als Informantin für den Geheimdienst der DDR. In ihrem Buch Stadt der Engel sie schrieb, dass die Offenlegung ihrer Informantengeschichte überraschend kam, weil sie sie bereits vergessen hatte. Sie gab auch an, der Stasi nur harmlose Dinge über die Personen gemeldet zu haben, über die sie Informationen sammelte.[1]Aus den Stasi-Archiven ergab sich jedoch ein anderes Bild.[2]
Arbeiten
- Moskauer Novelle, 1961
- Der geile Himmel, 1963.
- Nachtdenken über Christa T., 1969.
- Lesen und Schreiben, 1971. Aufsätze.
- Unter den Linden, 1974. Aufsätze.
- Kindheitsmuster, 1976.
- Kleiner Ort. keine Ursache, 1979.
- Der Schatz eines Traums, 1979. Aufsatz.
- Kassandra, 1983. Erzählung.
- Voraussetzungen einer Erzählung: Kassandra, 1983. Vorlesungen.
- Waschen bleibt, 1990.
- Auf dem Weg nach Tabou, 1994.
- Medea. Stim, 1996.
- Stadt des Engels oder Der Mantel von Dr. Freud, 2010. Übersetzt ins Niederländische, Stadt der Engel oder Der Mantel von Dr. Freud, Van Gennep, Amsterdam 2011.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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