WikiDer > Brücke 418

Brug 418
Brücke 418
Brücke 418 mit Vrijburg (Kirche) (Mai 2018)
Allgemeine Daten
OrtAmsterdam Süd
überspanntSüdlicher Amstelkanal
Breite30 m
Durchgangsbreite12 m
Bauen
Bauzeit1958/1959
Benutzen
WegDiepenbrockstraat
Die Architektur
Artfeste Brücke
Architekt(e)Abteilung für öffentliche Arbeiten
Dirk Slebos
Portal  Portalsymbol  Verkehr & Transport

Brücke 418 ist eine feste Brücke im Amsterdam Süd.

Die Brücke ist über die Südlicher Amstelkanal, in dem Diepenbrockstraat, die Verbindung zwischen den Stadionstraße und der RAI. Südwestlich der Brücke ist die Beatrix-Park. Östlich der Brücke steht Vrijburg, die ursprünglich remonstrantische Kirche von Jordanus Rodenburgh, ein Nationaldenkmal.

Die Brücke ist bereits auf der Konstruktionszeichnung von . zu sehen Hendrik Petrus Berlage von dem Süd planen aus dem Jahr 1917. Es sollte jedoch noch Jahre dauern, bis hier eine Brücke gebaut wurde. Im Jahr 1931 wurde das budgetierte Gemeinde Amsterdam mehr als eine Million Gulden für den Bau von acht Brücken im Süden.

Dann gab es Gründe, keine Brücken zu bauen. Es gab eine Wirtschaftskrise und dann die Zweiter Weltkrieg von. Zudem entwickelte sich das Gebiet südlich des Zuider Amstelkanaal weniger schnell als erwartet. Die erwähnte Kirche stand eigentlich noch 1933 auf einer sandigen Ebene, die Diepenbrockstraat endete am Zuider Amstelkanaal und erreichte daher die Kirche nicht. Auf Wunsch dieser Religionsgemeinschaft wurde dann eine semipermanente Brücke gebaut. 1938 dachte die Umwelt, dass die Brücke wegen größerer Arbeiten dort ersetzt werden würde, aber es stellte sich heraus, dass es um den Einbau eines Senkkörpers für das Wasserversorgungssystem ging. Zu Beginn des Zweiter Weltkrieg durften nur die Brücken im Beethovenstraße (Brücke 417) und Parnassstraße (Brücke 415 vereinfacht (nicht Beton, sondern Ziegel).

Der Bau einer definitiven Verbindung verzögerte sich daher. 1953 nahmen die Pläne für eine definitive Brücke konkretere Formen an. Dennoch wurde 1955 auch der Ersatz der hölzernen Notbrücke verschoben, da bereits der motorisierte Verkehr die Brücke passieren konnte. Die Gemeinde Amsterdam war jedoch ANWB an den Fingern, denn diverse Autofahrer beschwerten sich über die Enge der Notbrücke.[1] Das Versprechen der Gemeinde, dort 1957 eine feste Brücke zu haben, wurde nicht eingehalten, im Juni 1957 wurde die Brücke sogar für den motorisierten Verkehr gesperrt. Sie wollten die Brücke für den normalen Autoverkehr öffnen, aber es stellte sich heraus, dass auch schwer beladene Lastwagen sie benutzen wollten, so dass Verkehrsbeamte an der Brücke postiert werden mussten; eine zu teure Angelegenheit. Deshalb wurde die Brücke bei Fußballspielen nur für eingeschränkten Autoverkehr geöffnet, sodass maximal sieben Autos gleichzeitig die Brücke überqueren konnten; das Maximum gefunden Gerrit Feiko Janssonius, der Brückenmeister der Abteilung für öffentliche Arbeiten damals.

Eine dauerhafte Brücke war noch ein Wunsch, aber Brücken in den neuen Stadtteilen in Amsterdam Neuer Westen wurden vorrangig behandelt.[2] Als Amsterdam zum Start bereit war, wurde es von einer Beschränkung der Staatsausgaben getroffen. Als wieder etwas Geld da war, konnte nach einem Entwurf von mit dem Bau der Brücke 418 begonnen werden Dirk Slebos, während etwa zeitgleich der Bau von Brücke 705 (Cornelis Lelylaan/Johan Huizingalaan) wurde gestartet. Die Brücke wurde für 600.000 Gulden gebaut, hat eine Fahrbahn von 17 Metern Breite (Gesamtbreite 30 Meter) und die Stahlbetonpfeiler sind mit Granit verkleidet.[3] Die Bauzeit würde etwa 45 Wochen dauern. Das gelang (wieder) nicht, aber Mitte Oktober 1959 wurde die Brücke endgültig für den Verkehr freigegeben.

Die Brücke besteht aus einer Betonspanne. Die leicht geschwungene Spannweite wird von zwei Reihen durchbrochener Säulen (in Kelchform) getragen. Diese erinnern stark an Brücke 705, entworfen von Dirk Sterenberg. Slebos und Sterenberg arbeiteten oft an Designs zusammen. Als Balustraden wurde Metall verwendet, das etwas kunstvoll war, was man häufiger bei Slebos und Sterenberg findet. Slebos und Sterenberg ließen sich bei den Widerlagern ihrer Brücken manchmal von ihren Vorgängern inspirieren Piet Kramer und das ist hier teilweise der Fall. An den Enden der Brücken befinden sich Mauerwerk und Schwellen, die an die Amsterdamer Schule wo Kramer arbeitete.