Das S-tog (dänisch für "S-Bahn") ist das S-Bahn-Netz rund um die dänisch Hauptstadt Kopenhagen. Der Betreiber ist DSB S-tog A/S, eine Tochtergesellschaft der Danske Statsbaner (DSB). Zusammen mit der 2002 eröffneten U-Bahn der St-tog bildet das Herzstück des öffentlichen Verkehrsnetzes von Kopenhagen, das sich seit dem 1. Januar 2015 einschließlich des Busnetzes gemeinsam unter dem Dachnamen präsentiert DOT - Din Offentliger Transport ("Ihre öffentlichen Verkehrsmittel"). Täglich reisen 357.000 Menschen mit dem S-tog.
Die erste S-tog-Linie von Frederiksberg nach Klampenborg wurde am 3. April 1934 eröffnet.[1] Das S-tog-Netz ist elektrifiziert jetzt sofort Gleichspannung ab 1.650Volt (durch Oberleitung).[2] Die neueste Ausstattung (vierte Generation) hat ein außergewöhnliches Breite von 3,6 Metern. Diese S-tog-Züge, gebaut in den Jahren 1996-2007, sind unterteilt in 105 achtteilig und 31 vierteiligelektrische Triebzüge. Ältere Geräte sind nicht mehr in Betrieb.
Liniennetz
Das Netz besteht aus sieben Grundlinien (gekennzeichnet durch einen Buchstaben) und einer zusätzlichen Linie (x). Die Basislinien sind täglich vom frühen Morgen bis spät in die Nacht in Betrieb. Die Züge auf der Extrastrecke verkehren nur zu Stoßzeiten. Auf allen Basislinien verkehren die Züge alle 10 Minuten. Abends sowie an Sonn- und Feiertagen verkehrt ein 20-minütiger Service. Eine Ausnahme bildet die Ringlinie F, die zu Stoßzeiten alle 5 Minuten, abends sowie an Sonn- und Feiertagen alle 10 Minuten fährt.[3][4]
Nächster Boulevardgassen (Innenstadt) und Ringspuren (der halbe Ring um die Stadt) gibt es sechs Erweiterungen ("Finger") mit den Namen Køgebugtbahn, Westenplätze, Frederikssundbahn, Hareskov-Jobs, Nordbahnen und Klampenborgbahn. Einige dieser Bahnen sind Strecken, die bereits vor dem S-tog existierten. Køgebugtbanen wurde speziell für den S-tog gebaut. Die Namen sind durch die Linien auf der Karte (rechts) gekennzeichnet.
Planen
Ende der 90er Jahre entstand der Plan, den S-tog um zwei Linien zu erweitern:[5]
- eine Linie von Frederikssund über Vanløse, Frederiksberg und Nørreport nach Amager
- eine Linie von Høje Taastrup über Vigerslev, Frederiksberg und Nørreport nach Amager.
Außerdem wurde mit dem Bau von begonnen U-Bahn-Linie M1 und M2. Es wurde die Idee auf den Tisch gelegt, sie um zwei weitere Metrolinien zu erweitern.[6]
- M3 - Von Valby über København H, Rådhuspladsen, Kongens Nytorv (Kreuzung), Østerport, Nørrebro, nach Brønshøj und Gladsaxe.
- M4 - Von København H über Rådhuspladsen, Kongens Nytorv (Kreuzung), Østerport, Nørrebro, Forum, Vesterbro Torv nach København H, wodurch eine vollständige Ringlinie entsteht.
Ziel war es, Boulevardbanen zu entlasten, wo es nur wenige Ausbaumöglichkeiten gab. Außerdem waren sechs Schnellbuslinien geplant, um den Busverkehr in der Innenstadt anzukurbeln, um Boulevardbanen zu entlasten.[7]
Am Ende wurde beschlossen, die Ringbahn (Hellerup - Nørrebro - Ny Ellebjerg) zu realisieren. Dies wurde in den Jahren 2004-2008 schrittweise abgeschlossen. Zudem wurden die Pläne für die Metrolinien 3 und 4 in geänderter Form genehmigt. Auch der A-Busse (schnelle Busverbindungen mit hohen Frequenzen) realisiert.
Auch die Möglichkeit einer neuen U-Bahn-Linie zwischen Lyngby, Herlev und Glostrup wurde geprüft. Dies würde jedoch den Druck erhöhen Boulevardgassen von nur etwa 1200 Passagieren pro Tag.[8] Ein weiterer Vorschlag war der Bau einer neuen Strecke auf der bestehenden Strecke, die die Kapazität der Boulevardbanen erweitern würde.[9] Ein sechstes Gleis auf der Strecke zwischen København H und Dybbølsbro (Skelbæk) könnte auch den S-tog-Verkehr von Frederikssund, Høje Taastrup und Køge besser aufnehmen. Diese Strecke wurde 2011 fertiggestellt.[10]
Linien
Fahrzeuge
- vierte Generation
- Litra SA: 8-teilige Triebzüge (105 gebaut).
- Litra SE: 4-teilige Triebzüge (31 gebaut).
Siehe auch
Externe Links
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